Women only! Mountainbiken unter Frauen.

„For Women only“, „No Diva“ oder so ähnlich lauten die Fahrtechnikkurse und Camps nur für Mädels. Sie sind mittlerweile ein allgemein bekanntes, wie auch etabliertes Tourenformat. Aber braucht es sowas eigentlich?, schießt es manch einem durch den Kopf. Im Zuge des Glemmride Bike Festivals in Saalbach Hinterglemm habe ich reingeschnuppert und bin mit den MTB Profis Michèle Quint und Helene Fruhwirth wie auch weiteren sechs Bikerinnen bei der „NIVA!NO DIVA JAM SESSION“ mitgeradelt.

Für wen geeignet?

Ein ordentliches Grundlagen-Fahrtechniktraining ist für den Einstieg extrem wichtig, egal ob Männlein oder Weiblein. Das bringt schnell Erfolgserlebnisse und man tut sich später leichter, wenn es auf dem Trail ans Eingemachte geht. Mädels mit mehr MTB Erfahrung können ihre Fahrtechnik weiter verbessern oder sich vielleicht sogar auf das erste Rennen vorbereiten. Geht es um einen Workshop, kann man sich aussuchen, was einen persönlich interessiert. Entweder man lernt beispielsweise wie man Reifen wechselt oder Bremsen entlüftet – oder einfach beides!

Warum ist eine Mountainbike Mädels Session wichtig?

Fahren in gemischten Gruppen ist eine feine Sache. Geht es jedoch ums Erlernen neuer Fähigkeiten auf dem Bike, entpuppt sich eine reine Mädelsgruppe doch als weitaus entspannter. Kein Wetteifern, doofe Sprüche oder gehetzt als Gruppen-Letzte hinterher radeln – ich spreche hier aus Erfahrung! Natürlich haben wir Mädels auch Ziele. Und ehrgeizig sind wir allemal, wenn es darum geht, die nächste Mountainbike Stufe zu erklimmen. Jedoch alles mit einem gewissen Wohlfühlfaktor und ohne Druck. Das oberste Ziel ist es gemeinsam eine gute Zeit auf dem Bike zu haben. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass Mädlels in solchen Gruppen unheimlich viele Tipps austauschen und sich gegenseitig aufmuntern, sollte das einmal nötig sein. Man merkt schnell, dass viele mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen haben wie man selbst. Diese Erkenntnis ist Balsam für die Mountainbikerinnen Seele.

Fahrtechniktraining mit Michèle Quint © Christian Fessl

Warum an einem Kurs, Camp oder Workshop für Frauen teilnehmen?

Die Frage ist eher: Warum nicht?! Man fährt mit erfahrenen MTB Guides oder Profis, die sehr viel Erfahrung in diesem Sport haben. Das motiviert und pusht ungemein. In der Gruppe, mit der richtigen Anleitung, werden gemeinsam viel schneller Dinge probiert, die man sich vorher vielleicht noch nicht zugetraut hätte. Auf einmal werden Wurzelpassagen gewagt, Holzanlieger gefahren und erste Drops gesprungen. Zusammen macht es einfach mehr Spaß und man lernt gleichzeitig viele neue Mädels mit derselben Begeisterung fürs Biken kennen. Vielleicht sogar eine neue Trail Komplizin?

Fazit: Mehr davon!

Es ist wichtig solche Sessions anzubieten, weil diese eine gute Möglichkeit ist, Mädels und Frauen für das Mountainbiken zu begeistern. In diesen Kursen ist es egal, wo man herkommst, wie alt man bist, was man beruflich machst oder wie sportlich man ist. Schaut Euch daher am Besten gleich mal um, ob es einen Verein oder Angebote wie das „NIVA ! NO DIVA JAM SESSION“ auch in eurer Region gibt. In diesem Sinne: Girls, ride on!

NIVA!NO DIVA Mädels © Christian Fessl