Winterliches Lagerfeuer-Koch-Abenteuer

Käsebrot. Apfel. Müsliriegel. Die Typische Brotzeit wenn es raus in die Natur geht. Wenn man aber nicht gerade eine anspruchsvolle Hochtour geht, gibt es wunderbar viele Möglichkeiten das Essen draußen schöner, abwechslungsreicher und gesünder zu gestalten. Besonders wenn es darum geht „lieber draussen“ zu sein, die Natur bewusst zu erleben, sich frei und unabhängig zu fühlen – dann leben wir das Glück der Einfachheit.

Outdoor-Fieber

Erst kürzlich haben wir unser erstes Lagerfeuer gemacht. Beste Voraussetzung für die gute Outdoor-Küche. Angefixt durch das Abenteuer und inspiriert von dem neuen Buch „The Great Outdoors“ von Markus Sämmer machen wir uns auf zu einem winterlichen Lagerfeuer-Koch-Experiment.

Hauptsache raus!

Es geht vorbei an winterlichen Gipfeln, tief hinein in ein Tal. Es zieht sich lang nach hinten, wir sind gut eine Stunde unterwegs bis zum Talschluss. Naja, ganz Schluss ist hier eigentlich noch nicht. Bis hierher können wir problemlos entlang des Flussbettes gehen. Aber jetzt türmen sich Felsen auf und stauen das Wasser in vielfältigen, eisigen Gumpen. Der Stein ist Schneebedeckt und wir ahnen einen herrlichen Kraxelspaß im Sommer.

A girl’s best friend: Diamonds? Näääää.

Heute aber haben wir etwas Anderes vor. Wir suchen eine geeignete Feuerstelle. Nachdem das Tal im Sommer häufiger begangen wird, finden wir einen wunderbaren Platz gleich beim Wasser. Steine sind vorbereitet und Balken sind zu Bänken improvisiert. Die Suche nach Feuerholz läuft inzwischen richtig routiniert. Nachdem das Christkind eine Outdoor-Seele hat bin ich inzwischen stolze Besitzerin von Säge, Axt und Taschenmesser. Männer, nehmt euch ein Beispiel! Ordentliches Werkzeug ist tausendmal besser als jedes Prada-Täschchen. Die neuen Lieblingsstücke lassen mich fast das Projekt aus den Augen verlieren. Zu sehr macht es Freude das trockene Holz in kleine Stücke zu sägen und nach Stärke sortiert auf Häufchen zu legen. Mein perfektes Lagerfeuer-Mise-en-Place.

Lieber draussen Kochen

Wenn es darum geht draussen zu kochen gilt es einige Dinge zu beachten. Macht man das zum ersten Mal, ist das Buch von Markus dabei eine große Hilfe. Neben 120 „Rauszeit-Rezepten“ erklärt er viel zum Drumrum. Es geht um Vorbereitung, um richtige Vorratshaltung unterwegs, Zubereitungsmethoden und ganz viel Lebensgefühl. Die Rezepte sind sinnvoll sortiert. Nicht alles lässt sich am Lagerfeuer machen, manchmal braucht es zwei Flammen, was eignet sich für den Camper, was für unterwegs und wieviel Zeit habe ich überhaupt fürs Kochen. Das Buch macht richtig Spaß und motiviert nach draussen zu gehen. Wir lesen von Porridge, Power-Balls, Kichererbsen-Curry, frischen Fisch und Camping-Tiramisu. Zudem überzeugt das Buch durch wirklich stimmungsvolle (Hipster-) Bilder und kleinen Geschichten zum Biken, Klettern, Wandern und Yoga. Immer wieder begegnet einem der Autor Markus und der Freundeskreis, authentisch, mit ganz persönlichen Einblicken. Spontan kommt uns der Gedanke, wir würden gerne selbst mit Markus unterwegs sein und ein Teil dieser Outdoor-Community werden.

Der Praxistest

Es ist Winter. Und wir sind zu Fuß unterwegs. Das ist nicht zu unterschätzen. Denn so gibt es keinen Gepäcktransport und kein chilliges in der Wiese flätzen. Wir entscheiden uns für zwei einfache Rezepte aus dem Buch, die uns umsetzbar im Rahmen unserer Möglichkeiten erscheinen: Gemüse-Feta-Päckchen und gegrillte Schokobananen. Dazu gibt es noch Bratwurst und Tee. Klingt alles ganz einfach. Aber schon beim Packen der Zutaten merken wir, dass sorgfältige Vorbereitung wichtig ist. Alle Zutaten einpacken, möglichst abgewogen und in kleinen Päckchen. Extras wie Salz und Öl nicht vergessen. Kräuter sind kein Luxus. Wir brauchen Alufolie, ein Schneidebrett, Messer, Kanne, Tassen, Teller, Besteck…. und zack, ist der Rucksack voll.

Das Feuer brennt schon und wir machen uns ans Werk. Erstaunlich einfach und schnell ist unsere kleine Outdoor-Küche aufgebaut. Es lebe die Einfachheit! Das Gemüse ist ruckzuck verarbeitet und als Alu-Päckchen ins Feuer gelegt. Für die Würstchen spitzen wir dünne Stöckchen an und haben so praktische Spieße die wir übers Feuer in den Schnee stecken können. Keine 15 Minuten später sind die Füße aufgewärmt und das Essen ist fertig. Wir fühlen uns wie echte Trapper, denken an wilde nordamerikanische Abenteuer und genießen die imposante Kulisse zwischen rauschendem Fussbett und eisigem Gipfelmassiv. Wir wissen unser einfaches Mahl sehr zu schätzen.

Für heute haben wir uns sehr einfache Gerichte ausgesucht, die auch spontan aus dem Kühlschrank gepackt werden konnten. Wir freuen uns aber auf viele weitere Koch-Experimente und eine abwechslungsreiche Outdoor-Küche.

Wollt ihr auch das Buch von Markus mit den genialen Rauszeit-Rezepten?
Wir haben es vorab in die Finger bekommen – aber ihr könnt es ab Januar im Handel bekommen. Oder direkt bei Markus auf der Seite bestellen: www.the-great-outdoors.de