Von München ans Meer

Noch ein kleiner Anstieg, der Boden unter den Füßen mischt sich mehr und mehr mit Sand, die Luft wird salziger, der Horizont wird milchig und silbrig glänzend. Und auf einmal sieht man es. Das Meer. Die Schritte werden schneller. Zum Wasser. Sand unter den Füßen. Wir sind tatsächlich an der Adria angekommen. Zu Fuß.

MERINO SCHAF TRIFFT BADENIXE

Neugierige Augenpaare treffen uns – es muss ein lustiges Bild abgeben. Bergstiefel, Wanderhose, Merino Shirt, Rucksack und Wanderstöcke treffen auf FlipFlops, Bikini, Pareo, Strandtasche und Luftmatratze. Wahrscheinlich sind wir heute nicht die ersten ‘Paradiesvögel’, die am Strand in Wander-Vollmontur die letzte Etappe von München nach Venedig in Angriff nehmen. Unser Blick streift über das Strandszenario: es reiht sich Handtuch an Handtuch, weißes Feinripp an Bierbauch, blumiger Badeanzug an Oberschenkel und Sonnenschirm an Strandliege. Dazwischen Ping Pong spielende Paare, Strandverkäufer mit Gucci Imitaten und Sandburgen bauende Familien. Kulturschock nach vier Wochen Berg.

 

NACH REGEN KOMMT DIE TRAUFE

Die Wolken über dem Adriastrand hängen tief und werden Minute um Minute schwärzer. Wind zieht auf, es tröpfelt und im nächsten Sekundenbruchteil Weltuntergang. Gerade noch am Strand geschlendert, nun panikartig rennend in die nächste Strandbar. Geschafft. Hinter uns werden die Türen geschlossen. Draußen #Icebucketchallenge vom Feinsten: triefnasse Menschen passieren das Strandbar Fenster, alle wollen zum Auto oder Hotel. 15 Minuten später. Der Spuk ist vorbei. Sonne. Warm. Verlassener Strand. Stille. So müsste das immer sein.

(Melli)

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