Frühling im Tal – Winter am Gipfel

Endlich ist draussen der Frühling zu spüren und die Ski können langsam in den Keller gepackt werden. Es wird Zeit die Wanderstiefel zu putzen und mal wieder ordentlich den Berg rauf zu schwitzen. Zwar ist in der Stadt schon lange aller Schnee geschmolzen, doch in höheren Lagen kann es durchaus noch kalt und eisig sein. Hier unsere 5 Ausrüstungs-Tipps für frühlingshafte Übergangs-Touren.

1. Gut planen

Einfach raus und rauf auf den Berg. So einfach ist das jetzt noch nicht ganz. Es geht darum den Wetterbericht und vor allem die Schneelage im Auge zu behalten. Auch wenn der normale Lawinenlagebericht den Altschnee garnicht mehr erfasst, stellen diese Schneereste manchmal doch eine Herausforderung dar. Ausrutschen, Abrutschen oder sogar mit dem Schnee Abgehen – das sollte tunlichst vermieden werden. Der einfach Weg ist natürlich die Tour gleich so zu planen, dass sicher keine größeren Gefahren sind. Aber das wäre uns vielleicht zu langweilig. Daher gilt es sich richtig vorzubereiten. Wetter beobachten, vielleicht mal eine Webcam checken, die richtige Kleidung einpacken und das ein oder andere Helferlein einpacken.

2. Richtig anziehen

Bei einer Wanderung im Frühling kann man gefühlt schon durch viele Jahreszeiten wandern. Im einen Moment ist es mild, dann wieder friert man im Altschneefeld und oben am Gipfel brät man in der Sonne. Die typische Frauenfrage „Was ziehe ich nur an?!“ sollte für uns alle ein Thema sein. Denn die harten Temperaturwechsel in Kombination mit einem schweißtreibenden Aufstieg können dafür sorgen, dass wir im eigenen Saft schmoren und dann vielleicht zu schnell auskühlen. Hier haben Funktionsmembranen wie Polartec & Co. ihren großen Auftritt.

Was also braucht es am Berg? Bei uns ist fängt das meist mit einem Merino an. Der Baselayer dient dazu den Körper in der Basis warm zu halten und Feuchtigkeit schnell nach draussen zu transportieren. Merinowolle aber hat den Vorteil auch bei Feuchtigkeit warm zu halten. Als unterste Schicht eignet sie sich besonders auch, weil sie geruchshemmend wirkt. Bei 16 Grad und Sonne am Parkplatz mag diese Schicht sogar noch ausreichen. Aber kommen wir in den ersten Schatten wird der erste Schweiss schnell kalt auf der Haut. Praktisch ist es jetzt eine Schicht dabei zu haben, die sowohl wärmt, als auch ausreichend atmungsaktiv ist. Daune wäre zwar warm, trocknet aber nicht. Wolle wäre auch warm, atmet aber nicht genug. Gore-Tex würde atmen, wärmt aber kaum.

Wie gut, dass es da was von Polartec gibt. Als Erfinder von Fleece stellt die amerikanische Firma inzwischen zahlreiche Funktionsmembranen her. Unter anderem das Polartec Alpha. Hält warm. Trocknet schnell. Atmet mit. Bleibt flexibel. Ist superleicht. Lässt sich klein stopfen. Und ist angenehm auf der Haut. Wir hatten eine Jacke von Millet im Test und sind begeistert von den Funktionen. Die ALPHA HOODIE Jacke eignet sich einerseits für den schnellen Aufstieg, als auch für die Gipfelrast bei kühlen Temperaturen. Das macht sie zu einem idealen Begleiter für diese frühlingshaften Touren – wir sehen sie aber auch im Einsatz für anstrengende Skitouren, sportliche Abfahrten und kühle Biwaknächte im Sommer. Durch das kleine Packmaß passt sie auch in jeden noch so vollen Rucksack und kann eigentlich das ganze Jahr über mitgenommen werden. Überraschend ist wirklich das Gefühl auf der Haut. Auch bei richtig schweißtreibendem Aufstieg wird das Material nicht schwer oder kalt. Die Feuchtigkeit trocknet superschnell ab und so kann ich die Jacke auch am Gipfel einfach anbehalten. Das wäre nämlich der nächste Tipp: für den Gipfel immer was warmes und trockenes dabei haben! Vor allem über den Kopf verlieren wir die meiste Wärme. Da hilft also ein Buff oder eine Mütze. In meinem Fall auf dem Bild ein Stirnband von Maloja das mir meine Besten zum Geburtstag geschenkt haben. Und drüber: die leichte Kapuze der Millet Jacke. Super.

3. Gut essen

Ende des Winters haben viele Hütten noch nicht offen. Man möchte aber doch was ordentliches Essen wenn es jetzt schon auf den Berg geht. Wem die gewöhnliche Brotzeit nicht genug ist, dem raten wir mal was warmes mit auf den Gipfel zu nehmen. Stellt euch vor: allein am Gipfel mit einer warmen Gulaschsuppe. Oder ein Curry? Vielleicht auch Gemüseeintopf. Hilft wunderbar gegen die Kälte und wärmt die Seele mit dazu. Wer aber schon mal Suppe in eine Thermoskanne gefüllt hat, weiss, dass das keine ganz so gute Idee ist. Zum einen trinkt sich rockige Suppe ganz schlecht aus der Kanne. Und dann noch der Geschmack: Gulasch mit Kaffeenote oder Kräutertee mit Spreckeinschlag ….neeee. Dafür gibt es aber was ganz Besonderes von KleanKanteen. Die Thermobehälter sind extra für Speisen gedacht. Oben gibt es eine weite Öffnung und mit 236ml oder 473ml sind sie perfekt für ein warmes Mittagessen geeignet. Und wenn dann wieder richtig Sommer ist: die Behälter halten nicht nur warm, sondern auch kalt! Wie wäre es also mit Eis am Gipfel?!

4. Schön schmieren

Herrlich diese klare Luft im Frühling! Doch auch wenn es noch nicht richtig warm ist, hat die Sonne schon unheimlich Kraft. Ich weiss, wovon ich rede, gerade erst die Nase verbrannt. Besonders wenn oben noch Schnee liegt, ist durch die Reflexion der Sonne noch mehr Vorsicht geboten. Also besser mit Lichtschutzfaktor und Sonnenbrille! Beim Sonnenschutz glauben wir an „viel hilft viel“. 30er oder gar 50er muss es da schon sein. Denn neben dem Sonnenbrand sparen wir uns (hoffentlich) auch die Falten um die Augen. Aber auch hier gibt es Unterschiede. Besondern im Gesicht wollen wir nicht glänzen wie Schwarte, nicht ständig nachschmieren und auch nicht wie eine gekalkte Wand aussehen. Hier gibt es für Bergsteiger was ganz besonderes: der Sonnenschutz von Ultrasun. Mit Lichtschutzfaktor 50 bietet die Schweizer Firma einen Sonnenschutz „Alpine“ für Gesicht und Lippen extra für die Bedürfnisse von Bergsteigern an. Transparent und wasserdicht, lässt sich superleicht auftragen und zieht schnell ein. Die 20ml Tube hat sogar einen Lippenstift dabei und lässt sich in jedem Rucksack noch irgendwo reinquetschen.

5. Stabil stehen

Am Parkplatz blühen die Krokusse doch kaum ist man eine Stunde unterwegs kann man schon auf Altschneefelder treffen. In schattigen Nordhängen kann sich bis weit ins Frühjahr hinein der Schnee halten, wenn nicht sogar die Wege vereist sind. Hier ist Vorsicht gefragt. Schnell ist man ausgerutscht und das kann am Berg richtig gefährlich werden. Natürlich wollen wir nicht mit den Steigeisen auf den Blomberg wandern. Aber es gibt praktische Helferlein, die hier einen Riesen Job machen. Wir kennen das Prinzip vom Auto – nicht die Winterreifen, sondern Schneeketten für die Schuhe. Auch bekannt unter dem Namen Grödel. Die gibt es zum Beispiel von Snowline, in verschiedenen Ausführungen. Aber alle haben sie gemeinsam, dass sie superschnell am Fuss sind, und mit kleinen Metallzacken festen Griff in Schnee und Eis finden. Durch die leichte Verarbeitung sind sie auch schnell in jeden Rucksack gepackt und unkompliziert aufgezogen.


Produkttest. Das Testmaterial wurde von Polartec bereit gestellt.