Unsere Top Drei Tipps für Freeride Rookies

Endlose Weiten. Mit einem breiten Lächeln durch den Powder gleiten – hört sich gut an, oder? Doch oft liegen Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander. Wir lernen: Neuschnee ist nur selten schön pulvrig und leicht, manchmal ist er nass und schwer und manchmal liegt er unter einem fiesen Harschdeckel. Und: Spätestens dann, wenn es daran geht Kurven zu fahren, beginnt der Ernst des Skifahrer Lebens. Wie man sich dem Freeriden annähern kann? Unsere Einsteiger Tipps für Rookies.

1. Achtung, nicht vergessen

Für das Fahren im freien Gelände braucht jeder eine Sicherheitsausrüstung. Dazu zählen Helm, ein am Körper befestigtes LVS Gerät, Schaufel, Lawinensonde und ein Lawinenrucksack. Wichtig: Immer vorab wie auch während der Tour aufmerksam die Verhältnisse und Lawinensituation prüfen. Und: Nie alleine aufbrechen! Insbesondere als Einsteiger sollte man entweder mit jemanden Erfahrenen unterwegs sein oder man fährt mit einem Ski- oder Bergführer, welcher sich mit den Hängen vor Ort auskennt.

2. Wähle ein Skigebiet mit Freeride Möglichkeit

Wählt für den Start ein Skigebiet, in welchem ihr ohne viel Aufwand abseits der Piste fahren könnt. Ihr erreicht damit hochalpines und ungesichertes Gelände bequem mit der Seilbahn und spart euch den energieraubenden Aufstieg. So könnt ihr euch voll und ganz auf das Abfahren konzentrieren. Auch nicht zu verachten: Ihr seid zur Not wieder schnell auf der präparierten Piste, solltet ihr etwas Entspannung brauchen.
Unsere Empfehlungen:
St. Anton am Arlberg: Die schneesichere Arlberg Region erstreckt sich bis zum 2.811 Meter hohen Vallugagipfel. Mit 200 Kilometern unpräparierten Tiefschneeabfahrten in allen Könnerstufen ist das Angebot für Freerider riesig. An Freeride Checkpoints kann man sich darüber hinaus zu den neuesten Wetter und Lawinenwarnstufen informieren.
Hochfügen im Zillertal: Mit seiner hochalpinen Lage auf bis zu 2.500 Metern findet man hier noch Schnee, während in anderen Gebieten schon nicht mehr an Freeriden zu denken ist. Ein schnellen Einstieg ins Freeridegebiet hat man über die Bergbahn 8er Jet und anschließender Fahrt mit der Sesselbahn Waidoffen. Tipp für Freeride Neulinge: Samstag und Sonntag nehmen einen die sogenannten Ski-Friends kostenlos auf eine circa 2 1/2 lange Tour mit ins freie Gelände. Material (Schaufel. Sonde. LVS.) werden gestellt.

3. Ski wechsel dich: Alpin und Tourenski sind dabei

Seid ihr das erste Mal so richtig mit Freeride oder Touren Skiern unterwegs, dann lohnt sich die zusätzliche Mitnahme der vertrauten „Pistenskier“. Vormittags fahrt ihr euch mit dem Alpinskiern auf der Skipiste erstmal warm. Fühlt ihr euch wohl, probiert mal eine Abfahrt mit offenen Skistiefeln (alle Schnallen auf). So bekommt man ein gutes Gefühl für die neutrale Position, welche insbesondere beim Freeriden wichtig ist. Wenn man Druck auf seinen Fußballen spürt, steht man genau richtig. So vorbereitet geht es abseits der Piste. Zwei, drei Abfahrten dort, bevor ihr nun auf die Tourenskier wechselt. Erstmal wieder zwei Abfahrten auf der Skipiste, um mit diesen Brettern die neutrale Position zu erspüren. Mit den weicheren Tourenschuhen ist dies erstmal sehr ungewohnt. So optimal eingefahren, geht es als letzter Programmpunkt wieder ins freie Gelände. Jetzt heißt es aktiver Stockeinsatz, Hoch Tiefbewegung und parallele Skier. Eine Kurve an die andere anschließen. Und, ganz wichtig: Habt Zuversicht in eure eigenen Fähigkeiten! Mit etwas Mut geht mehr als ihr denkt.

In diesem Sinne: Happy Freeriding!