1. Etappe: von St. Anton nach Ischgl

Der Tag startet formidabel, denn wir halten uns strikt an die Frühstücksempfehlung unseres Tourguides Martin: Marmeladenbrot, Bircher Müsli, Speckbrot, Ei. So gestärkt, trifft sich nun die Gruppe vor dem Hotel zum Bikecheck: Bremsen, Felgen, Speichen, Sattel. Alles tipptopp. Die Tour kann beginnen.

Trügerische Ebene

Wir fahren in der Ebene – landschaftlich reizvoll und trügerisch entspannt rollen wir dahin. So schaffen wir das locker über die Alpen! Dann ein jähes Ende. Schotter. Die bis dahin angeregte Unterhaltung ebbt ab. Die Mädchen schwitzen, schimpfen, pedalieren jedoch fleißig stetig bergauf.
Tschakkka, das schaffen wir – wer muss schon reden?! Belohnt werden die ersten 600 Höhenmeter mit einer Traumblick ins Verwalltal. Eine raue wunderschöne Landschaft liegt vor uns: schroffe Bergketten, grüne Wiesen und schottische Hochlandrinder. Und in dieser Traumkulisse heißt es nun Bike tragen. In einer kurzen Einführung erfahren wir, wie wir fachmännisch das Bike schultern, ungeachtet von Kuhscheisse am Rahmen und tropfender Wasserflasche im Genick. Kraftausdrücke und Potenzgebrüll begleiten diese Übung. Eine halbe Stunde geht’s nun zu Fuß steil bergauf bis sich der Blick auf die Heilbronner Hütte auf 2.230 Meter eröffnet, unser Mittagsziel.

Staub zwischen den Zähnen

Speckbrot, Apfelstrudel und Espresso beleben nun die müden Geister – wäre es doch eigentlich sehr verlockend einfach hier in der Sonne zu bleiben. Aber bringt ja nix. Es gilt Wasser aufzufüllen, sich einzucremen und den Sattel nach unten zu stellen. Wir fahren nämlich eigentlich nur noch runter. Viele steile Schotterserpentinen, einen zauberhaften See und viel Staub im Gesicht und zwischen den Zähnen später, sind wir schon in Galtür. Über einen kurzweiligen Radweg geht dann in stetigen auf und ab bis an unser Etappenziel Ischgl.

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