Review: Women’s Cycling Camp im Allgäu

Uns rennrad-begeisterte Frauen erwartet 4 Tage lang professionelles Guiding und Training, ein umfangreiches Kursangebot, Test-Equipment, eine Expo-Area, Workshops und Vorträge sowie begleitende Physio-Behandlungen und Kurzmassagen. Ein Rundum-Programm also, das dieses Programm sehr besonders macht. 

Bild: Sebastian Hofer

Mehr als Rennradfahren: Programm und Partner

Mit am Start sind eine ganze Reihe starker Partner. Marken aus der Radsport-Industrie, die individuell und ausführlich mit ihrem Expertenwissen beraten. Besonders auch, dass man ihre Produkte auf der Expo-Area kennenlernen, ausprobieren und für die Touren testen kann. So erlebe ich die neuesten Rennräder von BH-Bikes, Pinarello und Simplon. Helme und Brillen von Uvex, Bekleidung von Pearl Izumi, Veloine, Schuhe von Shimano und Radcomputer von Garmin. Bei Anita gibt’s die perfekten Sport-BHs und bei Xenofit und ClifBar die nötige Energie für die nächste Tour. Nach den Touren erwartet und frisch zubereiteter Jentschura-Brei und ein erfrischendes Erdinger-Alkoholfrei

Bild: Sebastian Hofer

Zum Rahmenprogramm gehört auch eine Physiotherapeutin, die die Teilnehmerinnen wieder gerade rückt und mit Kurzmassagen für die nötige Entspannung sort. Jeden Nachmittag gibt es Workshops und die Möglichkeit mit den Experten intensiver ins Gespräch zu gehen. Ich lerne mein Lenkerband zu wechseln und höre bei Garmin alles zum Thema Routenplanung mit dem GPS-Gerät.

Abends wartet immer ein besonderes Highlight auf uns. Am ersten Abend beeindruckt uns Johanna Jahnke mit einem spannenden Vortrag über ihre Radkarriere. Zusammen mit einer Freundin hat sie im Sommer das Transcontinental Race, 4000 km quer durch Europa, komplett ohne Support, in 15 Tagen gefinisht. Sie erzählt auf sehr feinsinnige, sympathische Art von ihren Erfahrungen, Herausforderungen, es gibt lustiges, krasses, menschelndes und sehr viele sehr begeisterte Camp Teilnehmerinnen.

Ein weiteres Highlight der Abendgestaltung ist die Lange Nacht der Aussteller. Hier wird nochmal so einiges aufgefahren! Vorträge zum Thema Bikefitting und Tourenplanung. Ein Fotoshootings mit  Sebastian Hofer, unserem Camp Fotograf. Gewinnspiele, Verlosungen und ein schöner Drink dazu… zu klingt der letzte Camp Abend stimmungsvoll aus.

Frau fährt vor: Touren und Guides

Verschiedene Leistungsgruppen sorgen dafür, dass jeder in der richtigen Intensität trainieren kann. Angeboten werden vier verschiedene Level, die liebevoll mit Namen wie Mountain Rocker Rookies oder Long Distance Lovers bezeichnet werden. Die Touren bieten für alle Schwierigkeitsgrade die richtige Herausforderung. Für die Anfänger sind die 40 km um den See genauso anspruchsvoll, wie die 150 km für die gut trainierten Ladies. So geht es insgesamt nicht um Tacho, Tempo und Trittfrequenz, sondern darum in einer netten Gruppe eine tolle Ausfahrt zu machen.

Betreut werden wir dabei von erfahrenen Guides und Expertinnen. Frauen Natürlich! Wir haben Profis aus ganz Deutschland bei uns vertreten. Johanna, Britta, Tini, Jenny, Laura, Miriam und Theresa. Sie führen die Gruppen an, geben Hilfestellung, Tipps und sind nebenher einfach tolle Frauen. Ich fühle mich inspiriert! Ich bin beeindruckt von ganz anderen Lebensläufen, Trainingsdisziplin, sportlichen Leistungen und einer Leichtigkeit und Lebensfreude mit der die Ladies ihren Sport leben. Allen voran Theresa und Laura von Liv Cycling, einer Radsportmarke nur für Frauen.

Ich bin bei insgesamt vier Touren dabei. Zwei längere. Zwei kürzere. Unser Hotel ist der ideale Startpunkt um das Allgäu mit dem Rennrad zu erkunden. Es gibt ein dichtes Netz an Radwegen, einsame Landwirtschaftswege, ruhige Landstraßen, liebliche Dörfer und saftige Weiden unterwegs. Das Ganze bei einer atemberaubenden Bergkulisse. Das Gelände ist von leicht wellig bis richtig bergig perfekt fürs Fahren in der Gruppe geeignet. Die Strecken lassen sich beliebig verlängern oder abkürzen. Langweilig wird es nie. Der Forggensee kann in unterschiedlichsten Distanzen umrundet werden, oder man fährt schnell rüber nach Österreich auf einen Strudel. 

Das Fahren in der Gruppe wird beim Women’s Cycling Camp wunderbar exerziert. Schön in  Zweierreihe, kompakt und immer mit Blicks auf die Vorderfrau. Die Kommandos werden vor Start jeder Tour nochmal erklärt. So klappt der Ablauf meist reibungslos. Winken, Zeigen, Weisen, Deuten. Auch der belgische Kreisel klappt nach ein bisschen Übung. Für einige der Mädels sind es die ersten Ausfahrten in einer so großen Gruppe. Wir finden aber alle ganz harmonisch zusammen. Es wird geplaudert, gescherzt und motiviert. Die Gesprächsthemen sind aber ganz anders, als in manch gemischter Gruppe. Wo hast du die coolen Socken her? Welche Gesäßcreme benutzt du? Der Ton ist locker und die Damen entspannt.

Bild: Sebastian Hofer

Bestes Basislager: Wellness Hotel Sommer

Wir sind untergebracht im wunderbaren Hotel Sommer. Vier Sterne direkt am Forggensee, der uns jeden Morgen frisch und kühl anstrahlt. Das Hotel liegt auf einer großen Wiese mit direktem Blick auf die Allgäuer Berge, ja und sogar Neuschwanstein ist direkt ums Eck. Auch die historische Altstadt von Füssen ist nicht weit entfernt. Die Kulisse also lässt keine Wünsche übrig. 

Wir werden herzlich empfangen. Der Chef persönlich begrüßt uns und ist auch während des Camps der beste Ansprechpartner für Tourentipps und Wetterprognose. Das Familiengeführte vier Sterne Wellness Hotel verwöhnt die Teilnehmerinnen des Camps. Egal ob es um sportliche Aktivitäten geht, oder die Erholung im Fokus ist – das Hotel hat so einiges zu bieten. Ein großer Wellnessbereich mit mehreren Saunen und Pools, Kosmetik und Spa Anwendungen… Mein Highlight ist die große Panorama Sauna mit Blick auf den friedlichen Forggensee und die Allgäuer Berglandschaft. 

Aber eigentlich sind wir ja zum Radeln da! Genau hier aber bietet das Hotel beste Vorraussetzungen. Von der perfekten Lage ganz abgesehen, ist man hier auf Sportler eingerichtet. Es gibt einen abschließbaren Radlkeller in der Tiefgarage, eine Bike-Waschstation und ein eingegliederte Werkstatt.

Ob Wanderer, Rennradfahrer, Tourist oder Wellnesser, kulinarisch ist man hier in guten Händen. Regionale und internationale Spezialitäten, Produkte aus der Region, vital oder deftig, vegan oder frisch vom Grill – die Damen vom Cycling Camp sind sichtlich begeistert und füllen die leeren Speicher mit Genuss wieder auf. Mein liebstes Detail: Frühstück mit frisch und individuell zubereitetem Rührei, Omelett, French Toast oder Pfannkuchen. Zum zugucken und Hunger kriegen. 

Die rund 50 Teilnehmerinnen des Camps sind im Hotel untergebracht. Die Zimmer sind hell und geräumig, haben meist Balkon und Blick auf die Berge. Warme Töne, heimische Hölzer und ein moderner Landhausstil machen das Wohlfühlen leicht. 

Vier Tage starke Frauen

Rennradfahren ist toll. Noch toller aber ist es, wenn die Begeisterung für diesen Sport mit einer solchen Leidenschaft weiter geben wird. Dabei geht es garnicht um den Sport an sich. Vielmehr zählt der Austausch, das Empowerment, der Zusammenhalt unter den Frauen. Man hat die Chance sich über diesen Sport auf eine ganz andere Art kennen zu lernen. Im echten Leben würde man sich nie begegnen und gerade das macht es so spannend.

Die Anwältin aus Köln, die Produktmanagerin aus Stuttgart, die Studentin aus der Schweiz, die Unternehmensberaterin aus München, die Trainingswissenschaftlerin, Hausfrau, Ärztin, Lehrerin… dieser Sport kennt keine Grenzen oder Hürden. So fahren wir nach vier Tagen nach Hause mit neuen Erfahrungen, guten Erinnerungen, tollen neunen Bekanntschaften, Inspiration und Motivation für den Rennradsommer… und ein wenig Muskelkater.

Bild: Sebastian Hofer

Nach dem Camp ist vor dem Camp. Für dieses Jahr heißt es jetzt erstmal selber fahren und eine großartige Rennrad Saison haben. Das Camp aber findet jährlich statt und wartet im nächsten Frühsommer wieder auf uns. Neben Rennrad Camps bieten die Veranstalter auch ganz andere Camps für Frauen an: Mountainbike, Skitouren oder Langlauf! Wer also noch nicht genug hat, findet hier noch die richtige Inspiration.

Bild: Sebastian Hofer

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