Knie Beine Rücken.

Meine persönliche Bilanz nach drei Tagen Wandern im Flachen. Ich verstehe nun, warum alle Wanderkarten entweder von einem ratiopharm (Gute Preise. Gute Besserung.) oder Voltaren (Wieder Freude an Bewegung) Logo geziert werden.

 

DER 2. ETAPPENTAG

Letzteres habe ich mir in der erstbesten Apotheke in Geretsried (2. Etappentag) besorgt. Eine sehr nette Apothekerin hat uns gleich noch mit Unmengen an Magnesium und basischem Getränkepulver versorgt – wir könnten es schließlich noch bis nach Venedig gebrauchen.

EINFACH NUR ANKOMMEN

Alle sagten, die ersten Tage werden die schlimmsten – mein Körper kann dies nur bestätigen, schließlich hat er das volle Programm abgespult: Unmengen an Blasen an den Füßen, das alte Rückenzipperlein war auf einmal wieder da und aus dem Nichts wollten auch die Knie nicht mehr. Der Gemütszustand variiert von Wut auf den eigenen Körper, Frust, Abbrechen und “einfach nur noch ankommen.” Und Unverständnis: warum jetzt auf dieser Tour?! Schließlich sind wir nicht das erste Mal in den Bergen. Im Sommer sind wir fast jedes Wochenende unterwegs und es gab nur selten ein Gebrechen. Es passt nicht zusammen.

ES GEHT BERGAUF

Aber das Gute: es wird besser – ganz langsam. Der Körper scheint sich nach und nach an den schweren Rucksack, das lange Gehen und die Wanderschuhe zu gewöhnen. Heute gab’s die ersten Berge, der Aufstieg auf die Tutzinger Hütte. Endlich Höhenmeter. Eine Wohltat für Knie, Beine, Rücken. Wie Voltaren so schön sagt: Wieder Freude an Bewegung. Wir sind eben keine Flachlandtiroler.

(Melli)