ISPO 2016: von Haben-Will bis High-Tech

Die ISPO. Alljährlich pilgern tausende von Outdoorfreaks und Draussenliebhabern zur größten Fachmesse der Branche. Auch wir sind wieder dabei und erleben einen Tag voller Inspiration, Aha-Erlebnis und Haben-will.

Wir starten den Tag mit MonsRoyale. Ein neuseeländischer Hersteller für Merinobekleidung. Funktional und dabei sehr stylisch. Wir hatten bei den Lieblingsstücken schon mal Shirts im Test und sind jetzt noch viel mehr begeistert die neue Kollektion zu sehen. Besonderes Highlight ist der so genannte “Monsie”, ein Baselayer Einteiler, den wir eher mit einem Schmunzeln betrachten. Wir freuen uns aber sehr auf die kommende Bike Saison und die passenden MonsRoyale Shirts dazu.

Wir lassen uns vom GORE-TEX Stand begeistern, bei Schöffel bekommen wir iPhone Hüllen aus Filz genäht, wir plaudern mit anderen Bloggern und ärgern uns über schlechten Kaffee.

Termine im halbstundentakt sind wunderbar, nur nicht wenn man ans andere Ende des Geländes muss. Etwas gehetzt erreichen wir den Stand von Merell. Wir werden gleich zu Beginn aufgefordert unsere Schuhe auszuziehen. Auf einer Eis-Teststrecke können wir hier eine neu entwickelte Technologie ausprobieren. Der amerikanische Schuhhersteller Merell hat gemeinsam mit Sohlen-Spezialist Vibram ein neues hochfunktionales Material entwickelt. VIBRAM ARCTIC GRIP. Speziell für winterliche Verhältnisse entwickelt garantiert das Material unerreichte Rutschfestigkeit auf Eis und Schnee. Und tatsächlich. Die Mädchen, jeweils mit einem normalen Schuh und einem Arctic Grip Schuh ausgestattet – erleben die neue Zaubersohle auf eisiger Rutschbahn. Stabil, rutschfest und kein Vergleich zu einem normalen Schuh. Warum hat das denn keiner früher erfunden? Merell bietet aber mehr als nur Winterschuhe. Laufen, Lifestyle und Trailrun. Am Stand wird groß der Tough Mudder Kontest beworben, für den Merell speziell einen Schuh entworfen hat. Uns wird sogar eine Teilnahme angeboten. Yeah. Doch als wir von gezielten Stromschlägen im Parcours hören, besinnen wir uns doch auf unsere Kerndisziplinen.

Es geht zu POC, dem schwedische Helm- und Protektorenspezialisten. Wir müssen uns zurückhalten, um nicht in mädchenhaftes “Ohhhhh, das ist alles soooo schön!” zu verfallen. Grün, weiß und sehr clean ist der Stand. Ja sogar Getränke und insbesondere Essen sind dort verboten, wie wir unter der Hand vom POC Kollegen erfahren. Erinnert uns alles sehr an das Design von Apple – und tatsächlich soll Steve Jobs zu seiner Zeit zum POC Design persönlich gratuliert haben. Der Gros der Besucher schart sich um die POC Innovation des Jahres, die Spine VPD 2.0 Airbag Vest: eine selbstaufblasbare Airbagweste für Skifahrer. Anhand des Fahrverhalten berechnet die Weste ständig die Wahrscheinlichkeit eines Sturzes. Wird diese dann auf sehr hoch eingestuft, bläst sich die Weste selbstständig auf – ganz wie der Airbag im Auto. Auch bei den Skihelmen gibt es viele Innovationen bezüglich Materialstabilität. Wir sehen stylische Skibrillen mit verstärktem Glas und ganze Anzüge, in welche man flexibel Protektoren einsetzen kann, nach dem sog. POC Layer System. Da können wir uns auf 2016 freuen.

#bringyourown, dafür setzt sich KleanKanteen, ein Hersteller von BPA-freien Trinkflaschen, Thermobehältern und Cups aus Edelstahl, ein. Am Stand des Familienunternehmens aus Nord-Kalifornien bekommen wir lecker Kaffee von ‘Man Versus Machine Coffee Roasters’ – und dies eben nicht in Plastik- oder Pappbechern, sondern in vakuumisolierten wiederverwendbaren Bechern. Damit sparen wir an diesem Messestand heute den 113. Wegwerfbecher, wie uns die Anzeigetafel am Stand informiert. Tolles Konzept und schöne Abwechslung.

Eine letzte Station auf unserer Tour heute war der Stand von Millet. Uns fällt eine Ausrüstungslinie auf, die so genannte MILLET TRILOGY. Retro im Design aber an der Spitze der technologischen Entwicklung und Funktion. Wir erfahren mehr über drei herausfordernde Berge, Ausnahmeathleten, die neue SYNTHESIS Technologie und ein historisch bedeutsames Bergprojekt.

Fazit des Tages: ein Tag ISPO ist viel zu wenig. Wir sind angefixt und aufgeregt. Wir möchten mehr erfahren, mehr anfassen und ausprobieren. Nächstes Jahr werden wir uns definitiv mehr Zeit nehmen.

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