Hüttenschuh 2.0

Keine Bergstiefel in den Lagern. Ein bekannter Satz für jeden, der bereits auf einer Hütte geschlafen hat. Also werden die Stiefel sorgsam im Trockenraum untergebracht, in der Hoffnung dass eingeheizt wird und sie bis zum nächsten Tag trocken werden. Strumpfsockig machen wir uns auf die Suche nach geeigneten Hüttenschuhen…

Gummischlappen oder Saunapantoffeln

Wanderer sind faul, ahnungslos oder einfach nur vergesslich. Bevor die Gäste also alle mit nassen Füssen rumlaufen, haben die meisten Hütten inzwischen vorgesorgt. Oft gibt es volle Regale mit allerlei Schlappen und Schühchen. Bevorzugt finden wir Crocks in Einheitsgröße. Bunte Gummikolosse, doch leicht und unverwüstlich. Daneben gesellen sich weiße Saunapantoffeln, Hotel Sacher, Bellevue oder Alpenrose. Ob diese absichtlich positioniert wurden, um unterschwellig besseren Schlafkomfort zu suggerieren oder einfach nur liegen gelassen wurden – ich will es garnicht wissen.

Was sie aber alle eint, ist ihre Untauglichkeit. Mit ihnen wird geschlurft und geschlappt, es wird kalt, sie sind nie in der passenden Größe und zwangsläufig von fremdem Fußschweiß durchtränkt. Damit wollen wir uns nicht zufrieden geben.

Wozu überhaupt der Hüttenschuh?

Erstmal sind wir ja froh, aus den dicken Bergstiefeln raus zu kommen. Diese sollen vor allem nicht mit in die Lager auf den Hütten, weil sonst einfach alles eindreckt. Und wenn man die Häufigkeit des Bettwäschewechsels in Lagern betrachtet, wird vermutlich auch nicht jeden Tag durchgewischt. Nun könnten wir ja einfach Barfuss oder mit Strümpfen gehen. Sicherlich eine Erholung für müde Füße. Doch spätestens beim Gang auf die Toilette oder beim Sonnenuntergangsfoto auf der Terrasse wissen wir warum ein Hüttenschuh doch nicht so schlecht ist.

Die Lieberdraussen-Lösung

Ein Schuh, den wir gerne umbenennen und umfunktionieren würden. Der Barfuss-Schuh ist unsere ideale Lösung für die komplexen Anforderungen an einen Hüttenschuh. Derzeit tragen wir beide ein Modell von Merrell. Den VAPOR GLOVE 2.

Eigentlich ist der Barfußschuh dazu gemacht, das Barfuß-Gegen zu simulieren: keine Dämpfung, keine Sprengung, dafür unglaublich atmungsaktiv, leicht und sehr flexibel. Die Sensorik wird stimuliert und die Fußmuskulatur wird angeregt. Als wäre er nicht da, schmiegt er sich wie eine zweite Haut an den Fuss. Aber genau an der Stelle, wo man Barfuss eben doch etwas eingeschränkt ist, bietet er durchdachte Unterstützung. Im Hütteneinsatz bietet ein Barfußschuh sogar noch einige Vorteile mehr!

Packmaß:

Durch den minimalistischen Materialeinsatz und die flexible Verarbeitung ist der Schuh so weich, dass man ihn rollen oder falten kann. Das bewährt sich, wenn man mit stramm gepacktem 30L Rucksack auf Hüttentour geht und jede noch so kleine Lücke ausgenutzt werden muss. Der Schuh passt immer irgendwo rein.

Gewicht:

Der Schuh ist mit seinen 122g kaum bemerkbar im Gesamtgewicht. Es gibt also keine billigen Ausreden, man hätte an dieser Stelle sparen wollen.

Material:

Das Innenfutter und das Fußbett des Schuhs ist mit M-Select FRESH Behandlung, die unangenehmen Gerüchen vorbeugt. Gleichzeitig ist das Mesa so dünn, dass hier kein Fuß ins Schwitzen kommt. Der Mief vom Tag kann also easy auslüften. Und: der Schuh ist Vegan.

Waschbar:

Wenn es dann doch mal müffelt Fuß, kann der Schuh einfach gewaschen werden. Sogar in der Waschmaschine im Schonwaschgang. Hat man den Schuh versehentlich nass bekommen, ist er auch superschnell wieder trocken.

Sohle:

Kein Filzpantoffel! Der Vapor Glove hat eine Vibram Sohle und 2mm Profiltiefe. Das macht ihn für den Einsatz im Hüttenumfeld perfekt. Man kann ohne Probleme mal hinters Haus schauen oder auf die Terrasse gehen. Der Schuh bietet Bodenhaftung, die sich fast mit dem Bergschuh vergleichen lässt. Über Schläppchen redet hier keiner mehr. Besonders bei einer längeren Tour kann der Schuh eine Notfalllösung sein: Hat man sich im Wanderstiefel eine hässliche Blase gelaufen, so kann man mit dem Barfußschuh weitergehen und damit die Druckstellen entlasten. Auch wenn „Barfuß“ hier das Thema ist, lässt sich natürlich auch gut eine leichte Socke unter den Schuh ziehen (zarte Damenfüße werden schnell kalt Abend).

Optik:

Zwar sollte die Optik nicht die größte Rolle spielen. Aber laufen wir nicht alle lieber mit einem schicken Schuh rum, als mit einem klobigen Gummischlappen?! Merrell hat hier einiges zu bieten. Schlicht in schwarz oder leuchtend bunt – wenn man es drauf anlegt, kann man die Hüttenschuhe aufs restliche Outfit anpassen. Weiterer Vorteil des auffälligen Designs: diese Hüttenschuhe findet man sofort wieder im vollgestopften Trockenraum.

Varianten:

Es gibt den DEN EINEN Barfußschuh. Schaut man in die Produktpalette der Hersteller, so findet man zahlreiche Varianten. Mehr Profil, andere Farben, geringste Dämpfung oder die allseits beschmunzelten Zehenschuhe. Wir empfehlen es auszuprobieren und den persönlichen lieblings-Hüttenschuh zu finden.

Willst du es mit unserem Vapor Glove von Merrell versuchen?
Mehr Informationen und den Online Shop findest du hier:
Merrell.de

Merrell war so freundlich uns dieses Paar zum Test zur Verfügung zu stellen.
Aber es ist nicht das erste Paar, es waren schon viele Vorgängermodelle im Einsatz.