Das nächste große Abenteuer: lieber draussen in der Schwangerschaft

Dürfen, können, sollen schwangere Frauen in den Bergen aktiv sein? Ärzte beantworten diese Frage vorsichtshalber meist sehr zurückhaltend. Mittlerweile bin ich im 5. Monat und habe recht schnell gemerkt, dass ich konditionell nicht mehr so fit bin. Doch deswegen von heute auf morgen alle Outdoor Lebensphilosophien über Bord werfen?

Schon wieder in die Berge?!

So oder so ähnlich sind oftmals die Reaktionen erzähle ich von anstehenden Ausflügen in unsere heimischen Alpen. Dabei gilt es jedoch nicht zu vergessen, dass Frauen die bereits vor Ihrer Schwangerschaft sportlich aktiv waren, dies auch in der Schwangerschaft beibehalten können, ja dies sogar förderlich ist. Natürlich sollte man von High-Intensity Sportarten oder jenen mit hoher Sturzgefahr absehen – aber ganz unter uns: Man merkt sehr schnell was einem guttut und was nicht und schaltet automatisch einen Gang runter oder legt mal eine Sportpause ein – meine war ganze zwei Monate lang. Das haben die Hormone schon ganz gut eingerichtet!

Wandern in der Schwangerschaft

Mountainbiken habe ich aufgrund der Sturzgefahr erstmal auf Eis gelegt (ich fahre nun mal am Liebsten auf Trails), dafür ist das Bergsteigen nun wieder mehr in den Fokus gerückt. Dabei gilt für mich „Hauptsache Bewegung an der frischen Luft“ und passe die Etappenziele entsprechend an. Alles bis fünf Stunden und wenn möglich unter 2.000 Metern funktioniert gut, auch wenn ich nun meist das Schlusslicht unserer Wandergemeinschaft bilde. Hier gilt es einfach in seinem Tempo zu gehen und auf die Signale des eigenen Körpers zu achten. Auch habe ich ein Auge darauf immer genügend zu trinken und einen Riegel oder Nüsse für den kurzfristigen Energieschub und die gute Laune in Griffnähe zu haben. So macht auch das Wandern “mit Kugel” weiterhin Spaß.

Ausrüstungstipps

Wenn der Hosenknopf nicht mehr zugeht – ja, dafür habe ich auch noch keine befriedigende Lösung gefunden. So etwas wie Umstandswanderhosen gibt es nämlich nicht – worüber ich tatsächlich überrascht bin, bietet die Outdoor Branche mittletweile für nahezu jede Zielgruppe das passende Equipment an. Zu Anfangs hat ein Gürtel geholfen, die letzte Bergtour war jedoch nur noch mit offener Wanderhose möglich. Der Plan: eine dicke Leggings, welche bequem aber auch gleichzeitig warm genug für unsere heimischen Minusgrade ist. Ich werde berichten! Als sehr angenehm haben sich Wanderstöcke herausgestellt. Diese geben Sicherheit in unwegsamen Gelände, insbesondere beim Absteigen. Auch trage ich nur noch knöchelhohe Wanderschuhe, da die Schwangerschaftshormone Bänder sowie Gelenke besonders locker und flexibel machen und damit eine erhöhte Umknick-Gefahr besteht. Treue Bergbegleiter sind auch weiterhin die Wandersocken von CEP – insbesondere jetzt fühlen sich die Kompressionsstrümpfe ganz wunderbar an. Und zu guter Letzt: Ich achte noch mehr auf trockene Wechselkleidung um Blasenentzündung, Erklältung & Co zuvor zu kommen.

Und jetzt sehe ich dem neuen Abenteuer ganz ge- und entspannt entgegen und freue mich auf die Zeit zu dritt mit hoffentlich ganz vielen Bergmomenten.