Doghammer: Mit FlipFlops in die Berge

Mit Flipflops in die Berge? Da raufen wir uns die Haare und vermuten den unerfahrenen Touristen.  Ein ordentlicher Bergschuh soll Halt und Dämpfung bieten, keine Blasen geben und robust für das Gelände sein. So sagt man. Um so mehr waren wir  erstaunt, im letzten Jahr „Doghammer“ kennen zu lernen. Denn das junge Startup aus dem Chiemgau wagt genau dieses Experiment: Ein Zehentrenner, der fast alles bietet, was von einem herkömmlichen Wanderschuh erwartet wird. Noch dazu aber mit völliger Freiheit und Belüftung an den Füßen.

Die Doghammer Geschichte

Wie kommen zwei Jungs aus Rosenheim auf die Idee FlipFlops fürn Berg zu machen?

Schon während ihres Studiums verbrachten die beiden wohl jede Minute in den Bergen. Ob beim Biken, Klettern oder Berggehen – die jungen Rosenheimer kennen sich draußen aus. Doch stört es sie, dass die Füße immer dick verpackt in schweren Bergschuhen waren. Auf dem Markt aber gibt es kaum Angebot. Klobige Trekkingsandalen aus Kunststoff, modische Flipflops ohne Halt oder Dämpfung.

Genau hier setzen Maximilian und Matthias an und entwickelten einen Zehentrenner, der auch im Gelände guten Halt auf dem Untergrund und vor allem im Schuh bietet. Hierbei setzen sie auf bekannte Sohlen aus dem Bergsportbereich, aber auch Yogamatte, Kuhfell oder andere ausgefallene und nachhaltige Materialien werden in Handarbeit verarbeitet. Alle Modelle haben einen mehrschichtigen Dämpfungsaufbau mit einer zusätzlichen Fersendämpfung, die für einen angenehmen Laufkomfort sorgt. Die Verklebung und Anbringung des Riemens wurden zusammen mit einer Schuhorthopädie entwickelt. Das sorgt für stabilen Halt und guten Tragekomfort.

Die Doghammer Überzeugung 

Die Verbundenheit zu ihrer Heimat soll sich nicht nur in den Schuhen widerspiegeln. Neben heimischen Materialien, wie Fell oder Filz, geht es hier ganz stark auch um die Herstellung. Ganz bewusst haben sie sich deswegen für eine faire Produktion in Deutschland entschieden. Von Anfang an arbeiten sie mit Einrichtungen für Menschen mit Behinderung zusammen. Jeder Doghammer Zehentrenner wird so in Handarbeit gefertigt.

Die Doghammer Kollektion

Schaut man sich im Online-Shop von Doghammer um, so entdeckt man eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Es gibt nicht DAS EINE Modell, sondern die Zehentrenner des chiemgauer Startups überzeugen durch das Individuelle. Vom Outdoor FlipFlop über Kunstrasenfußbett bis hin zu nachhaltigem Schuh mit Korkdämpfung, Riemen aus handgesponnener Brennesselfaser und Grubengegerbster Lesersohle.

Das Highlight ist aber der Konfigurator. Hier lässt sich der komplette Schuh individuell in seinen Bestandteilen zusammenstellen. Klicke ich mich hier nach meinem Geschmack durchs Programm erhalte ich nach ein paar Minuten meinen persönlichen Doghammer Schuh. In meinem Fall wäre das ein Zehentrenner mit optimiertem Fussbett in dunkelgrau meliert, einer Zwischendämpfung ebenfalls in grau, einem Obermaterial in Bordaux und einer Sohle in Vibram Outdoor Material. Die Riemen wären Rot Kariert gefüttert, außen mit grauem Wolffilz. Der Steg ebenfalls Bordeaux.

Der Konfigurator

Auf dem Weg dorthin gibt es natürlich viele viele andere Möglichkeiten. Jeder kann also für Einsatzzweck und persönlichen Geschmack genau den richtigen Schuh finden.

Der Konfigurator funktioniert dabei erstaunlich gut. Die gewählten Farben und Materialien werden sofort in einem Modell angezeigt. Man klickt sich intuitiv durch Sohlenaufbau, Riemen, Extras und Größe. Den fertig konfigurierten Doghammer Zehentrenner kann man dann gleich in den Warenkorb legen und bestellen.

Doghammer persönlich 

Wenn man sich online nicht sicher ist, gibt es immer noch die Möglichkeit der persönlichen Beratung. Eine feine Sache bei dem Online-Bestell-Jungle. Hierfür gibt es immer mittwochs von 13 – 18 Uhr die Möglichkeit Doghammer im Testcenter in Rosenheim zu besuchen. Hier kann man alle Materialien genauer unter die Lupe nehmen und sogar einen Termin zur persönlichen Beratung vereinbaren.

Persönliche Beratung bei Doghammer

 

Der Doghammer „Hüttenschuh“ im Test

Nachdem gerade nicht die Saison für FlipFlops in den Bergen ist, hatten wir den “Hüttenschuh” im Test. Als solchen sieht man sonst eher Klassiker wie Birkenstock, Crocks oder Barfussschuhe. Um ehrlich zu sein, so was wie bei Doghammer hab ich noch nie gesehen! Und das meine ich im absolut positiven Sinn. Im erstem Moment etwas irritierend, der Zehentrenner mit Lammfell. Sobald man aber das erste Mal die nackten Füsse auf was flauschige Fussbett gesetzt hat, möchte man die Schlappen garnicht mehr ausziehen.

Doghammer Hüttenschuhe mit Lammfell

An der Fußsohle also wird man von weichem, echten Lammfell umschmeichelt. Das Material ist von Natur aus Antibakteriell und wirkt selbstreinigend. Man muss also keine Angst haben, dass die Zehentrenner schnell das Müffeln anfangen. Dabei ist das Fell temperaturregulierend und atmungsaktiv. Von Schweißfüssen kann also auch nicht die Rede sein. Die Sohle des Hüttenschuhs wiederum ist mit einem soliden Noppenprofil ausgestattet. Es gibt also kein blödes Gerutsche auf feuchtem Boden oder glattem Parkett.

Oben wird der Schuh mit einem weichen Wollfilz am Fuss gehalten. Zwischen den Zehen sorgt ein gehäkelter Steg für den nötigen Halt. Wer sonst mit FlipFlops nicht so viel anfangen kann: das gehäkelte Material ist angenehm weich zwischen den Zehen und hat zumindest uns keine Reibestellen oder Blasen verursacht. Der ganze Oberbau bietet nochmal extra wärme und sieht zudem richtig gut aus.

Der Steg ist aus Wolle gehäkelt.

Die Hüttenschuhe eignen sich super als Hausschuhe. Gerade im Winter, der Holzboden zu Haus dich recht kalt ist, ist es herrlich morgens als erstes in diese hübschen Schlappen zu schlüpfen. Ins Bad, Kaffee kochen, schlipp schlapp, anziehen, und erst im allerletzten Moment wenn es sich nicht mehr vermeiden lässt, Socken und Schuhe anziehen. Im Winter also ein echtes Highlight in der Stadtwohnung. Gleichzeitig muss ich immer schmunzeln, wenn ich die Hüttenschuhe sehe. Ein bisschen fühle ich mich wie ein Hobbit mit großen fälligen Füssen.

Ob ich den neuen Lieblingsschuh tatsächlich als Hüttenschuh mit auf den Berg auf eine ernsthafte Tour nehme, weiss ich noch nicht. Dafür ist er mir fast ein bisschen zu schade. Ich könnte mir vorstellen, dass das Fell darunter leidet und ich den Schuh auch nicht in einen Rucksack stopfen möchte. Um so besser, dann habe ich daheim ein bisschen mehr von dem Schuh.

Schaut euch mal auf der Website um: www.doghammer.de

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REKLAME! Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Doghammer entstanden,
er spiegelt jedoch ausschließlich unsere eigene Meinung wider.
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