Das Hallerangerhaus, 1768m

“Vom Professor bis zum Harz-IV-Empfänger sitzen alle an einem Tisch und haben eine gute Unterhaltung, die man sonst im Leben nicht führen würde.” Für Hüttenwirt Thomas Lehner machen die unterschiedlichen Gäste das Besondere am Hüttenleben aus. Der 45-jährige betreibt seit vier Jahren mit großer Leidenschaft das Hallerangerhaus im Karwendel. Er selbst vergleicht die Arbeit als Wirt mit der einer ‘eierlegenden Wollmilchsau’. Am besten ist es, handwerkliches Geschick und Können zu vereinen mit Erfahrung in Gastronomie, Buchhaltung und Marketing, gleichzeitig aber ist man am besten noch Bergführer, Ersthelfer und Menschenfreund. Thomas, zusätzlich noch Ehemann und Vater von drei Kindern, scheint der Herausforderung gut gewachsen zu sein.

Von Scharnitz in vier Stunden zu Fuß erreichbar, thront die Hütte des deutschen Alpenvereins (DAV) auf 1768 Metern über Meeresspiegel. Von Juni bis Oktober ist das Hallerangerhaus ein idealer Ausgangspunkt für die unterschiedensten Touren im Karwendelgebirge. Ob leichter Spaziergang, anspruchsvolle Bergtour oder eine der über 80 Kletterrouten – hier kommt jeder auf seine Kosten. Sogar David Lama klettert hier seine 11-, im für das Karwendel untypisch guten Fels. Das Hinterautal ist eines der drei Haupttäler des Karwendels und landschaftlich sehr interessant. Mitten im Naturschutzgebiet lockt es mit sanften Hügeln, schroffen Felswänden, Almwiesen und Aussichtsgipfeln. Der Blick ins Tal hat uns sehr an den Yosemite Nationalpark in den USA erinnert, wird aber übertroffen durch die heimischen Klänge von glücklichem Weidevieh.

Das perfekte Berg-Wochenende am Hallerangerhaus, eine Empfehlung von uns: Das Hallerangerhaus ist nicht nur was für München-Venedig Wanderer. Der Ausflug ins Hinterautal lohnt sich bereits für ein Wochenende. Wir könnten uns das folgendermaßen gut vorstellen: Samstag früh mit dem Auto nach Scharnitz. Wer Mountainbikes hat nimmt diese einfach mit und radelt die ersten Kilometer bis zur Kastenalm. Dieser idyllische Ort, umringt von großen Karwendelgipfeln, ist ideal für eine erste Brotzeit. Hier gibt es allerlei Selbstgemachtes – von der Kaminwurzen bis hin zur frischen Milch. Die Räder kann man hier abstellen. Zu Fuß geht es weiter die 1,5 Stunden bis zum Hallerangerhaus. Das Lager bezogen und mit leichtem Gepäck geht man von hier aus eine halbe Stunde zur Isar-Quelle.

Den Abend kann man danach wunderbar und mit bester Aussicht auf den Sonnenuntergang ausklingen lassen. Sonntag empfehlen wir einen frühen Start um den anspruchsvollen Aufstieg auf die Gamskarspitze (2601) zu bewältigen. Alternativen wären Speckkarspitze (2621), Großer Lafatscher (2695) oder Suntigerspitze (2321). Auf dem Weg zurück ist der außergewöhnlich leckere Kaiserschmarrn auf dem Hallerangerhaus ein absolutes Muss. Gestärkt und beseelt ist der Abstieg nach Scharznitz ein wunderbarer Ausklang für dieses perfekte Berg-Wochenende im Karwendel.

 

Infos und Reservierung hier:
Kerstin & Thomas Lehner
Inrain 79
A – 6108 Scharnitz
Tel. Hütte: + 43 664 8937583
www.hallerangerhaus.at
info@hallerangerhaus.at