Beschäftigungstherapie für Drinnen

Da ist sie wieder. Die Schnupfennase. Es hat einen mal wieder erwischt. Kopf, Nase und Lunge sind dicht. Draußen: blauer Himmel, Sonne, perfektes Bergwetter. Gefühlt treten beide Dinge immer in Kombination auf. Kann es nicht erst in paar Tagen schön sein?! Würde es leichter machen. Aber man ist krank – nicht bettlägrig, aber schlapp – ausreichend um zu wissen, dass eine Bergtour keinen Sinn macht. Mußte man auch erstmal lernen, mit dem Alter kommt die Vernunft. Aber es fällt schwer. Draußen ist nunmal besser als drinnen. Wie die nächsten Tage gut überstehen? Eine Beschäftigungstherapie für Drinnen.

1. Nächste Bergtour planen

Sei es fürs nächste Wochenende oder den großen Urlaub im Sommer. Am Besten gleich beides. Was wollte man schon immer als nächstes angreifen? Zum Beispiel der weiterführende Mountainbike Fahrtechnikkurs. Grund- und Aufbaukurs im Münchner Umland plus angeschlossenes Wochenende in den Bergen mit Guide. Das wird noch was mit der Mountainbike Karriere! Raus aus dem Schluffi-Modus, rein in den Yeah,Yeah – Zustand. Hier ein paar Anregungen:

  • Kursprogramm des Deutschen Alpenvereins e.V. (DAV).

    Das jährlich erscheinende Alpinprogramm gibt es als online Version als auch gedruckten Katalog, verfügbar an allen Servicestellen des DAV oder online zu bestellen.

  • Tourentipps vom Deutschen Alpenvereins e.V. (DAV).

    Praktische PDFs zum Ausdrucken inkl. Wegbeschreibung und Karte.

  • Tourenplanung z.B. über outdooractive.com oder höhenrausch.de

2. Film ab

Damit meine ich nicht fernsehen. Das geht leider mittlerweile gar nicht mehr (außer vielleicht Servus TV) – gefühlt gibt nur noch RTL2 Niveau (auch wenn mir das ein oder andere Format doch immer wieder Freude bereitet. Die, die mich kennen, wissen was ich meine ;-)). Jeder von uns hat Serien als auch den ein oder anderen Filmklassiker, den er schon immer einmal sehen wollte, aber nicht die Zeit und Muse dazu gefunden hat. Jetzt ist die perfekte Zeit dafür. Wenn es etwas mit “Berg” sein soll, ist das Spektrum groß. Die Auswahl reicht von Klassikern von und mit Luis Trenker, über Hollywood Blogbuster bis hin zu Expeditionsdokus. Was mir gefällt:

  • Die Alpen, unsere Berge von oben:

    Eine fünfteilige Dokumentationsreihe mit hohem Bergsehnsuchtsfaktor. Wer in den Alpen unterwegs ist, wird vieles wiedererkennen. Keine Abenteuerdoku, aber tolle Bilder von oben.

  • EOFT:

    Die European Outdoor Film Touren gibt es auch auf DVD. Es geht zwar nicht nur um Berg, aber immer um Abenteuer draußen. Fesselnde, hochwertige Beiträge von extrem bis emotional.

3. Turn on the music

Die muß an. Laut. Sei es der Apres Ski Song vom letzten Skiausflug oder der Chart-Hit, der einen sofort aus seiner Lethargie holt. Was gefällt, ist jetzt das Richtige. Damit geht alles leichter von der Hand – auch eine Erkältung. Leichtes Tanzen ist erlaubt ;-).

4. Berglektüre

Ich tue es leider nur noch selten: ein Buch lesen. Man hat nun endlich Zeit dafür. Im Bett oder auf der Couch. Mit kuscheliger Decke und Teekanne bewaffnet einfach mal den ganzen Tag schmökern und das gute Wetter draußen ignorieren. Ein Buch in zwei, drei Tagen durchlesen. Schafft man sonst nur im Urlaub. Die kleine Auszeit auch einfach mal so sehen. Ein paar Vorschläge für die nächste Berglektüre:

5. Sich etwas Gutes tun

Sei es die eigentlich viel zu teure Bio Lieblingssschokolade (pro gekaufte Tafel wird aber ein neuer Kakaobaum gepflanzt – fühle mich gleich besser), der Cappuccino mit frischem Croissant (bisschen Italo Feeling und dank Koffein gleich ein bisschen weniger Schluffi) oder – dank Internet – ein neues Outdoor Teil (drei, zwei, meins – hilft irgendwie immer). Jeder hat da seine Stimmungsaufheller. Gezielt eingesetzt sieht die Welt gleich wieder viel besser – außerdem hat man dann ein neues Lieblingsstück für die nächste Bergtour und ist damit perfekt vorbereitet :-). Meine Shop Empfehlungen:

6. Um den Block im Doppelpack

Wenn schon nicht auf den Berg, dann doch zumindest vor die Tür. Dick eingepackt, mit Taschentüchern bewaffnet, Sonnenbrille auf die Nase und die frische Luft genießen. Tut der Nase und dem Gemüt gut. Vielleicht gibt’s ja auch noch die ein oder andere Schnupfennase im Freundeskreis. Anrufen und gemeinsam nach draußen. Geteiltes Leid ist halbes Leid.

In diesem Sinne, gute Besserung und die nächste Bergtour kommt bestimmt!