Backe Backe … SKI

Mütze zur Jacke. Hose zum Schuh. Auch draussen freuen sich die Mädchen, wenn neben perfekter Funktion, auch noch Optik und Qualität stimmen. Design, Technik und Passform nur bei der Kleidung? Nein, auch Sportgeräte lassen sich optimal konfigurieren – und das auch noch eigenhändig. Selbstgebaute Ski: hoch professionell, perfekt auf Können sowie Terrain abgestimmt und sogar mit eigenem Design. Wir haben es ausprobiert – in einem Wochenend-Workshop bei Build 2 Ride in Garmisch.

Alf im Konfetti-Meer

Wir erinnern uns noch genau an das erste Paar Ski. Melanies beispielsweise waren türkis und Alf winkte aus einem bunten Konfetti-Meer. Was war sie verliebt in diese beiden Brettl. Und wie schwierig war der Anfang dieser Skikarriere: heulend im Schlepplift (weil schon wieder rausgefallen), fallend auf der Piste (die Ski waren mal wieder überkreuz) und stolpernd auf der Treppe (Laufen mit Skischuhen kann tückisch sein). Es folgten weitere Jahre des Übens und mit ihnen viele, viele Paar Skier: Elan, Atomic, Rossignol, Head und wie sie alle hießen. Aber wollen wir ewig Ski von der Stange fahren? Soll es das gewesen sein?

Build your Vision – Ride your Dream

So der Claim, der in Garmisch ansässigen Firma Build 2 Ride. Axel, Flo und Matthias, drei Jungunternehmer mit Leidenschaft fürs Handwerk, sportlichem Ehrgeiz und hohem Qualitätsanspruch, bieten seit 2009 umfassende Workshops rund um den individuellen Bau von Ski, Boards und Bikes. Dabei spielt die individuelle Konfektionierung genauso eine Rolle, wie das unique Design und die Qualität. Vor allem aber wird mit den Workshops ein unvergleichliches Erlebnis geboten.

Die Jungs habens drauf. Sie vereinen Erfahrung aus Profisport, Betriebswirtschaft und Handwerk. Sie sind Skilehrer, Macher, Eventmanager, Iglubauer, Pädagogen, Strategen, Bastler, Projektleiter und Mutmacher. Eine Kombi, die sich gut ergänzt und die vor allem Spaß macht.

Harz Harz Baby

Eigentlich ist es für uns unvorstellbar, einen Ski komplett selbst zu bauen. Wenn man die fertigen Latten im Laden sieht, stellen sich uns schier unüberwindbare technische Fragen: Was ist da eigentlich drin? Wie hält das alles zusammen? Was kann ich selbst gestalten? Und kann man den Ski danach überhaupt ordentlich fahren? Fragen, die sich im Workshop schnell beantworten.

Eine Anleitung in Kürze:

Belag zuschneiden – Kanten biegen – Kanten fixieren – Fixieren auf Laminierform – Rocker und Vorspannung einstellen – Laminieren (seht hierzu das Video!) – 12 Stunden Backofen – aus der Form lösen – Aussägen – Schleifen – Einlassen – Kanten Schleifen – Bindung montieren – ab auf die Piste! Yeahh!

Versteht jetzt keiner. Wird im Workshop aber mehr als klar. Sogar für die Mädchen. Wir wissen jetzt, dass die Ski einen Holzkern haben und mit Kunstharz zusammen halten. Glasfaser bestimmt die Flexibilität und beim Design ist fast alles möglich. Der finale Fahrtest steht noch aus, aber optisch besteht der Ski jede Prüfung.

Zwei Linke Hände

Sägen, Schleifen, Kanten biegen. Ganz ehrlich, die Mädchen freuen sich bereits, wenn ein Nagel gerade in die Wand geschlagen werden kann. Unsere Talente liegen vielleicht einfach wo anders. Aber hier im Workshop heißt es: selber anpacken. Und ja, der Ehrgeiz wird ganz schnell geweckt. Die Ski sollen perfekt werden. Wir schneiden. Harzen. Schleifen. Kanten biegen ist besonders tückisch. Sekundenkleber auch. Beim Schmirgeln fürchten wir die Staublunge und die Stichsäge braucht schnell ein neues Sägeblatt. Zur Not aber gibt’s immer den Joker. Die Jungs und die Praktikantin Anni (Yeahh Frauenpower!) von Build 2 Ride sind stets zur Stelle und übernehmen den ein oder anderen Arbeitsschritt.

Der fährt von ganz alleine

Wir begleiten jede Phase ihrer Entstehung. Wir schwitzen, fluchen, staunen, lernen. Der Ehrgeiz treibt uns an. Kein Kratzer im Lack, kein Splitter im Furnier soll die Optik trüben. Zwei Tage lang bauen wir eine ganz besondere Beziehung zu unserem neuen Sportgerät auf. Anders, als die gesichtslosen Vorgängermodelle (Sorry, Alf) haben wir selbst bestimmt, wie sie aussehen. Von oben aus Holz – pur – ohne ablenkende Schnörkel oder Muster. Unten ist unser ‘lieberdraussen’-Logo ist in den Belag eingelassen. Und sie sind perfekt auf unser Fahrkönnen abgestimmt. Angeblich halten sie wesentlich länger, als Industrieski und die verarbeiteten Materialien sind nur vom Feinsten. Jetzt wohnen sie im Wohnzimmer. Liebevoll an die Wand gelehnt. Immer in Sichtweite. Wir sind stolz.

Bastlertraum und Pärchenglück 

Wer macht so einen Skibau Workshop? Wir schauen uns um. Wir sehen den ehrgeizigen Sportler. Bereits einige Ski im Schrank und trotzdem auf der Suche nach etwas Besonderem. Das sind Menschen, denen Vorspannung, Flex, Rocker und Tipspacers ein Begriff sind. Hier geht es nicht um den X-ten „Normalo-Ski“, sondern um optimierte Touren- oder Telemarkski. Auch wenn man den Workshop ohne jede handwerkliche Vorkenntnis machen kann, so gibt es doch Profis im Kurs. Ein Schreiner-Pärchen beeindruckt durch eigens mitgebrachtes Holzfurnier und souveränen Umgang mit Material und Maschine. Und im Team klappt es sogar noch besser. Ganz unverhofft kamen die „Gutscheineinlöser“ zu ihrem Bastlerglück – die Freunde haben zusammen gelegt und angemeldet. (Da gibt es bestimmt schlimmeres!).
Und dann sind da die Mädels. Melanie und Barbara, stets vergnügt und etwas planlos. Die gerne einen schönen Ski fahren wollen. Ein Unikat. Ein Ski der besser ist, als die chinesische Importware und der eine ganz besondere Geschichte erzählt. Von einem etwas anderen Mädelswochenende, fern von Wellness und Cocktailbar. Von der Sehnsucht nach Ursprünglichkeit und dem außergewöhnlichen Erlebnis.

Nicht nur Ski

Am Ende dieses Wochenendes haben wir nicht nur neue Ski. Wir sind reich an Erfahrung, fühlen uns handwerklich versiert, technisch gebildet, persönlich verwirklicht und wir hatten jede Menge Spaß. Axel, Flo und Matthias – die drei Jungs von Build 2 Ride schaffen es mit Leichtigkeit, unterhaltsam und doch fachlich kompetent, durch den Workshop zu führen. Egal ob mit linken Händen, als Profisportler oder mit Handwerker Background – die Gruppe findet zusammen und teilt: Werkzeug, Geschichten, Leberkäs und den Schnaps am Abend.

Neben den perfekten Powder Geräten, wie Ski und Boards, sind Bikes und neuerdings auch Wakeboards im Programm. Gleiches Prinzip: persönlich konfiguriert, individuell designed und eigenhändig gebaut. Fragt sich nur, ob im Wohnzimmer noch Platz für ein drittes Radl ist?!

Infos in Kürze:

Website:

www.build2ride.de

Hier geht’s zur Workshop Anfrage: 
Workshop anfragen
Kontakt: 

Telefon: +49(0)8821.9675944
E-Mail: office@build2ride.de
Workshop-Preis: 690,00 € inkl. MwSt.

Im Preis enthalten ist:
  • Persönliche Beratung zur Konfiguration vorab
  • 2 Tage Ski-, Snowboard- oder Splitboardbau unter professioneller und individueller Anleitung:
  • 1. Tag: Start ab 08.30 Uhr, Ende ca. 18.30 Uhr
  • 2. Tag: Start ab 08.30 Uhr, Ende zwischen 15.00 Uhr und 17.00 Uhr
  • Alle Materialien (Sondermaterialien können gegen Aufpreis hinzugebucht werden)
  • Individuell gefertigter Holzkern
  • Praktisch: Build 2 Ride kümmert sich bei Bedarf auch um eine neue Skibindung inklusive Montage.