Auftakt Transalp: erstmal nen Sprizz

Die Reise beginnt. Nachdem in einen MINI nicht drei Fahrräder, drei Personen und dreimal Gepäck für eine Woche passen, nehme ich den Zug nach St. Anton. Eine neue Erfahrung. Es beginnt damit, dass es eine internationale Fahrradkarte benötigt. Diese kann man weder online noch am Automaten lösen. Nur direkt beim Bahn Ticket Office – nach 35 Minuten anstehen – gibt es die begehrten Tickets, und auch nur in Verbindung mit einer Reservierung – natürlich für das Fahrrad. Nicht empfehlenswert für spontane Ausflüge also, die Reservierungen sind nämlich auch mal schnell aus.

Vorsicht, Türen schließen

So steige ich heute früh in München in einen ÖBB/DB Zug der mich erstmal nach Innsbruck bringen soll. Es gibt einen extra Waggon nur für Fahrräder. Ich muss wo anders sitzen. Der Zug ist brechend voll, jeder Sitzplatz reserviert. Nur ungern lasse ich das Bike allein zurück. Trotzdem aber macht das System Sinn. Alles hat seine Ordnung. Ich erinnere mich an überquellende BOBs, wo vor lauter Fahrrädern kaum mehr Menschen in die Abteile passten….

Sehr zuvorkommende ÖBB Mitarbeiter heben mir das Rad in den Waggon. Dabei würde ich beim Ticket Kauf in München extra darauf hingewiesen, dass man selbst für die Beladung verantwortlich ist. Der zweite Zug ist angenehm leer und komfortabel klimatisiert. Ich sehe hohe Berge an mir vorbei rauschen. Ich frage mich, ob es auch gilt eine Alpenüberquerung bereits mitten in den Alpen erst zu beginnen. Naja, nächstes Mal radln wir einfach wieder direkt in München los.

Après Ski

Ich war noch nie in St Anton. Was man aber so hört, ist der Wintersportort ein Hotspot in den Alpen. Im Winter. Heute, bei 35 Grad, empfängt mich St. Anton mit gähnender Leere. Kaum vermutet man die 2417 Einwohner des beschaulichen Dörfchens. Einst bedeutender Passort, ist es mit dem Skigebiet Arlberg einer der bekanntesten Wintersportorte weltweit und gilt mit als die Wiege des alpinen Skifahrens. In ein paar Monaten ist hier wieder Halligalli und innerhalb kurzer Zeit kommen die über 1 Mio. Gästeübernachtungen zusammen.

Das Hotel Waldhof liegt am oberen Ende der alten Arlbergstrasse. Auf steilem Asphalt schraube ich mich eine viertel Stunde schweißtreibend bergauf. Die Mittagshitze tut ihr Übriges. Das wird ein Spaß morgen. Aber jetzt erstmal ankommen. Das Waldhof ist ein modernes vier Sterne Haus mit super Aussicht. Im Winter wahrscheinlich unbezahlbar. Jetzt sind wir die einzigen Gäste. Tolles Zimmer. Sprizz auf der Terrasse. Hier lerne ich gleich die anderen Teilnehmer kennen. Martin. Nico. Andi. Dann das Pärchen aus Hamburg. Und Ute, mit dem Fahrradkorb. Das wird interessant.

Und du so?

Schon in der ersten halben Stunde wird die Lage gecheckt. Möglichst unauffällig wird gefragt, ob jemand schonmal eine solche Tour gefahren ist. Seit wann man denn Mountainbike fährt. Und wie denn so der Trainingsstand ist. Tja. Es wird viel gelacht. Es gibt blöde Witze über quietschende Bremsen und männlichen Ehrgeiz. Aber ein bisschen – na sagen wir Respekt – ist jedem anzumerken.

Die Gruppe ist auch gut gemischt. Die einen fahren die allererste Transalp, andere zählen schon garnicht mehr mit. Manche fahren seit 20 Jahren Mointainbike, andere haben erst diese Saison damit angefangen. Puh, wir bewegen uns also hoffentlich irgendwo im Mittelfeld.

Schliesslich schlägt Martin auf. Es gibt Prosecco und eine muntere Vorstellungsrunde. Wir erfahren mehr über die Etappen, empfehlenswerte Wellnessbereiche, Packlisten und die richtige Menge Wasser. Martin fährt seit einem Jahr bei ALPS aber er wirkt wie ein alter Hase. Sicherlich haben wir die nächsten Tage noch die Gelegenheit intensiver mit ihm zu plaudern. Wir freuen uns drauf!

Falls mal jemand (im Winter vielleicht) mal St. Anton kommt

Hotel Waldhof

Falls mal jemand nen Alpnecross plant

ALPS Website

Übrigens: alle Tourenmitglieder bisher kennen ALPS und sind Wiederbucher. Weil sie von den Touren beigeistert und vom Angebot überzeugt sind.

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