Auf der Alm da gibts koa Sünd.

Die Durchquerung der Pfunderer Berge stellt gleichzeitig ein neues Kapitel unserer Wanderung dar. Wir bekommen für eine Woche Besuch von Christoph, Melanies Mann. Nach einer etwas umständlichen Anreise (Auto am Endpunkt abstellen und mit dem Taxi ins Pustertal) empfängt er uns auf dem Sonnendeck des Mair Hof. Man merkt, dass die beiden sich zwei Wochen nicht gesehen haben und auch ich freue mich auf einen guten Freund und Bergkameraden.


Wir verlassen Pfunders – oder besser gesagt unsere Ausweichunterkunft in Weitental – Richtung Süden, durchqueren Vintl und stellen uns einem steilen Aufstieg durch dichten Nebelwald. Nach über 1300 Höhenmetern treffen wir auf die gemütliche Roner Alm und haben damit das Almengebiet der Lüsener Alm erreicht.

Gestärkt mit Buttermilch und Polenta geht es noch gute 90 Minuten über idyllische Almenflächen. Unser Weg führt vorbei an Kühen und Kälbern, stets begleitet von einer kitschigen Aussicht auf die Dolomiten mit dem über alles thronenden Peitlerkofel. Auf der größten der Bergwiesen, der Kreuzwiese, wartet gleichnamige Alm als heutiges Etappenziel auf uns (www.kreuzwiesenalm.com).

Umringt von Dolomitengipfeln und sanften Almflächen liegt die erst 2005 umgebaut und erweiterte Kreuzwiesenalm am Fusse des Astjoches. Der ursprüngliche Bau aus dem Jahr 1933 präsentiert sich in duftendem Lärchenholz mit gemütlicher Stube und Panoramafenster. Es wird mit heimischen Produkten gekocht, eigene Milch in der Käserei verarbeitet und Harmonika gespielt. Draußen gibt es einen Kinderspielplatz, Kälber, Sauna, Teich und schier endlose Liegewiesen. Vielleicht bleiben wir einfach hier.